Musikexamen

Die KleistMusikSchule ist anerkanntes Prüfungszentrum des Associated Board of the Royal Schools of Music – ABRSM, der weltweit führenden Organisation für vergleichende Musikprüfungen. Ein großer Teil unserer Schüler nimmt jährlich erfolgreich an diesen freiwilligen Prüfungen teil. Motivation und das Fördern von Musikalität steht dabei immer an erster Stelle. Durch den gut strukturierten Aufbau der 8 Prüfungsstufen ist es einfach die richtige Stufe für die Kandidaten zu ermitteln.

Wozu sind Musikexamen da?

„Freude am Erreichten“ – damit lässt sich die Philosophie von ABRSM zusammenfassen, denn das Erlangen eines ABRSM-Zertifikats ist eine erfreuliche und sinnvolle Erfahrung und passt gut in jeden Lebenslauf. Wer auf seinem Instrument Fortschritte erzielt, möchte das auch überprüft und anerkannt bekommen. Mit den ABRSM-Musikexamen ist das für Jeden, unabhängig von Alter und Leistungsstärke, möglich.

Das bieten die ABRSM - Musikexamen:

• Motivationshilfe, da die Kandidaten nach einem sorgfältig strukturierten Plan auf ein klar definiertes Ziel hinarbeiten

• einen Maßstab für den persönlichen Fortschritt und eine Leistungsüberprüfung nach international anerkannten Standards

• einen objektiven „Wegweiser“ zur Verbesserung der musikalischen Fertigkeiten

• eine Beurteilung durch einen anerkannten, unabhängigen und hoch qualifizierten Musiker, der seinerseits kontinuierlich geprüft wird

• Vorspiel bzw. Prüfungssituationen kennenlernen und meistern

• Erfolgserlebnis

• Punkte für die Anmeldung zu Universitäten und Colleges in Großbritannien über UCAS (Universities & Colleges Admissions Services)

ABRSM-Examen können in den Bereichen Klavier, Streichinstrumente Holzblasinstrumente, Blechblasinstrumente, Schlaginstrumente, Gesang und Musiktheorie abgelegt werden.600 hervorragende Musiker arbeiten weltweit als Prüfer und müssen sich speziell dafür qualifizieren.

Wer sind die Prüfer?

Zum Team von ABRSM gehören über 600 Prüfer. Alle Prüfer sind professionelle Musiker und Musikpädagogen. Darunter befinden sich Orchestermusiker, Solisten und Kammermusiker, sowie Leiter von Musikabteilungen an Schulen und Hochschullehrer.

Für die Auswahl ist die Persönlichkeit des Prüfers genauso von Bedeutung, wie seine musikalische Kompetenz. Das Wohl der Kinder sowie gleiche Chancen für Alle sind feste Bestandteile der ABRSM- Leitideen, zu denen jeder Prüfer verpflichtet ist.

Die Bestandteile des Praktischen Musikexamens

Die praktischen Musikexamen umfassen üblicherweise:

• 3 vorbereitete Stücke oder Lieder, die aus den entsprechenden Listen des aktuellen Werksverzeichnis ausgewählt wurden

(je 1 Stücke aus Liste A / B / C )

• Tonleitern und Arpeggien

(bzw. ein unbegleitetes Volkslied für Sänger)

• Vom-Blatt-Spiel und Gehörübungen

Die Prüfungskandidaten können den Ablauf der Prüfung, als auch die Reihenfolge der vorbereiteten Stücke selbst bestimmen. Die maximale Punktzahl ist 150, 100 Punkte sind erforderlich, um die Prüfung zu bestehen 120 Punkte, um mit „mit Erfolg“ bestanden zu haben, 130 Punkte, um eine „Auszeichnung“ zu erhalten.

 

Prüfungsstücke und Werksverzeichnis

Die von ABRSM für jedes Instrument herausgegebenen Werksverzeichnisse werden von erfahrenen Fachlehrern und Musikern zusammengestellt. Nach der Erstauswahl der Musikstücke überprüft dann ein unabhängiger Berater das gesamte Material, um sicher zu stellen, dass der Standard für eine gesamte Kategorie ähnlich und angemessen ist.

Spieltechnische Anforderungen

Ein sicherer und in einheitlicher Lautstärke gespielter Ton, sowie ein gleichmäßiger Rhythmus in einem musikalisch sinnvollen Tempo reichen aus, um die Prüfung zu bestehen. Je flüssiger und dynamisch differenzierter der Vortrag ist desto höher wird am Ende die Punkt- zahl ausfallen. Grundsätzlich sollte das Tempo der Prüfungstücke nicht soweit reduziert werden, dass zwar alles richtig gespielt wird, das Vorspiel aber einen extrem steifen und stockenden Eindruck macht.

Für das Vortragen der Tonleitern und Arpeggien ist es wichtig, eine gute Kenntnis der einzelnen Tonarten und des Aufbaus von Akkorden zu besitzen. Außerdem wird auch hier auf Klangqualität und Gleichmäßigkeit geachtet.

 

Vom-Blatt-Spiel

„Ich kann das nicht“ – dies ist zuweilen die erste Reaktion eines Kandidaten, wenn der Prüfer darum bittet, etwas vom Blatt zu spielen. Oft ist es aber nur die Angst vor dem Unbekannten oder mangelnde Übung und Anleitung, die zu dieser Unsicherheit führen.

Das Vom-Blatt-Spiel ist jedoch eine unschätzbare Fähigkeit, die die Musik um vieles zugänglicher macht und zugleich den Lernprozess beschleunigt. Die Examenskandidaten haben eine halbe Minute Vorbereitungszeit, um sich das Prüfungsstück anzuschauen und auszuprobieren. Das sollte ausreichen, um Takt- und Tonart zu erkennen, ein gleichmäßiges Grundtempo zu bestimmen, den Anfang und den Schluss anzuspielen oder zu singen, sowie schwierig erscheinende Passagen auszuprobieren.

Es ist sicher hilfreich zu wissen, dass die Prüfer bei diesem Teil des Musikexamens selten einen fehlerfreien Vortrag hören.

Vielmehr geht es ihnen darum, dass ein richtiges Verständnis des Stückes sowie ein – mit jeder Prüfungsstufe wachsendes Bewusstsein für Ton-und Taktarten zu erkennen sind.

 

Gehörübung

Bei diesem Teil der Prüfung schneiden die Kandidaten meist deutlich besser ab, als sie selbst erwarten würden.

Obwohl die Testaufgaben nur ein paar Minuten dauern, vermitteln sie dem Prüfer einen guten Eindruck, wie weit die musikalischen Hörfähigkeiten eines Prüflings ausgebildet sind. Die unterschiedlichen Tests decken vielfältige Aspekte des musikalischen Gehörs ab. Dazu gehören unter anderem:

● Taktart erkennen

● kurze Phrasen aus dem Gedächtnis nachsingen

● das Wiedererkennen verschiedener musikalischer Elemente eines vom Prüfer vorgespielten kurzen Stückes(z.B. in Stufe 1 crescendo/diminuendo und staccato/legato)

● Aus dem Gedächnis nachsingen (alle Stufen)

● Kadenzen und Modulation (ab Stufe 6)

 

Die genauen Anforderungen für die einzelnen Stufen befinden sich in jedem Werksverzeichnis und sollten vor einer Prüfung gut durchgelesen werden, damit eine optimale Vorbereitung möglich ist. Außerdem ist spezielles Vorbereitungsmaterial von ABRSM im Handel erhältlich.

Musiktheorie-Examen

Neben den Praktischen Prüfungen bietet ABRSM auch Musiktheoretische Prüfungen an. Die Theorie-Prüfungen von ABRSM sollen Musikschülern ein gründliches Verständnis sämtlicher musikalischer Bausteine vermitteln. Von den Grundlagen der Rhythmik und der Notenlehre, über Harmonie, Kontrapunkt und Komposition, bis hin zu einer breiten Übersicht über die abendländische Musikgeschichte: Komponisten und ihre Werke, Formenlehre, Stile und Epochen. Die Theorieprüfungen finden zeitlich unabhängig von den Praktischen Prüfungen an 3 festgelegten Terminen im Jahr statt.

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